Meldung 2335

Mittwoch, 12.06.2019, 02:30 Uhr

aktuell24
Krankenhaus meldet Land unter:

Gewitterregen sorgen für chaotische Verhältnisse in Norddeutschland – Schlammlawine zieht durch den Ort – Mehrere Keller fast halben Meter unter Wasser – Regenwasser drückt von Baustelle in Klinik und löst Großeinsatz aus

Helfer pausenlos im Einsatz – Wasser drückt sich aus der Kanalisation hoch – Großaufgebot steht für mögliche Evakuierung bereit – Blitze zucken pausenlos über Nachthimmel

Bedrohliche Gewitterwolken zogen am frühen Mittwochmorgen über den Osten Niedersachsen hinweg. Im Gepäck hatten sie nicht nur unzählige Blitze, welche die Nacht zum Tag machten, sondern vor allem Unmengen an Wasser. Der Regen drückte in Eitzum von den umliegenden Feldern in den Ort und löste dort eine Schlammlawine aus. Die angerückten Helfer mussten durch den Matsch waten und versuchten mit Schaufeln, Baggern und Löschschläuchen, aus denen das Wasser mit hohem Druck schoss, die Straßen wieder befahrbar zu machen.

Nur einen Ort weiter erlebten viele Anwohner eine äußerst unruhige Nacht. Die Kanalisation konnte in Barmke die enormen Regenmengen nicht mehr aufnehmen, sodass sich das Wasser teilweise durch die Toiletten hochdrückte. Zahlreiche Keller liefen voll und wurden um bis zu einem halben Meter geflutet. Viele Bewohner wurden von der Heftigkeit überrascht. „Ich bin runter gegangen, um alles zu kontrollieren. Da kam schon das Wasser. Haber noch versucht selbst abzupumpen, aber hatte keine Chance“, berichtet ein Bewohner sinngemäß und musste die Feuerwehr zur Hilfe rufen.

Die war auch in Helmstedt dringend gefordert. Bereits Ende Mai mussten die Kräfte beim Klinikum anrücken, nachdem das Unwetter dort eine Decke teilweise zum Einsturz gebracht hatte. Und auch heute sorgte das Wasser für Probleme. Durch Baumaßnahmen war die braune Brühe auf noch ungeklärten Wegen in das Gebäude gelangt und hat es unter Wasser gesetzt. Das THW rückte an, um mit großen Pumpen die Fluten wieder heraus zu befördern. Auch der Rettungsdienst stand mit unzähligen Rettungswagen in Bereitschaft, um im Zweifel zügig die betroffenen Stationen räumen zu können. Ob dies notwendig wird, war noch nicht klar.