Meldung 2438

Mittwoch, 25.09.2019, 12:59 Uhr

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24 Stunden später:

A2 nach Gefahrgutunfall immer noch komplett gesperrt - Auf den Fahrspuren herrscht gähnende Leere- Umfahrungen massiv überlastet

Feuerwehrkräfte in der Nacht aufgrund von Erschöpfung ausgetauscht - Kräfte aus der Region Hannover nachgerückt - Fahrbahn in Richtung Hannover wahrscheinlich am Mittwochabend wieder befahrbar - Richtung Berlin schätzungsweise noch weitere 24 Stunden nicht freigegeben

Einer enormen Herausforderung müssen sich die Einsatzkräfte auf der A2 auf Höhe der Anschlussstelle Zweidorfer Holz in Niedersachsen seit Dienstagvormittag stellen. Bei einem schweren Verkehrsunfall, an dem drei Lastwagen beteiligt waren, trat Gefahrgut aus. Insgesamt 36 Personen erlitten Verletzungen, wovon jedoch nur zwei bedingt durch den Unfallmechanismus.

Mit einem Großaufgebot, unter Schutzanzügen und bis zum Rande der Belastbarkeit waren die Feuerwehrler im Einsatz. Deswegen eilte am frühen Mittwochmorgen Unterstützung aus der nahen Region Hannover heran, um die Kameraden abzulösen. Dabei stellten die anfahrenden Kräfte fest, so eine komplette Autobahnsperrung ist kein Kinderspiel. Die Umleitungsstrecken waren selbst in der Nacht komplett überlastet und die Autos stauten sich in den Dörfern.

Die Gefahrgutarbeiten fanden gegen Mittag am Mittwoch ihren Abschluss, weshalb eine Aufhebung der Sperre in Richtung Hannover in der nächsten Zeit, spätestens am Abend angestrebt wird. In Fahrtrichtung Berlin sieht das Ganze jedoch anders aus. Es gilt nicht nur die Lastwagen zu bergen, sondern wahrscheinlich auch den Asphalt zu erneuern. Deswegen geht Jörg Posenauer, Stadtbrandmeister aus Lehrte, der zur Unterstützung auf die A2 kam, davon aus, dass die Fahrspuren noch bis mindestens Donnerstagfrüh gesperrt sind. "Den Autofahrern ist wirklich am Besten zu raten, zu Hause zu bleiben oder weiträumig zu umfahren", so Posenauer weiter.