Meldung 2623

Sonntag, 05.07.2020, 04:30 Uhr

aktuell24
Erst Böllerknall, dann Explosion:

Unbekannte sprengen Geldautomat in Fußgängerzone - Vorraum der Bank massiv beschädigt - Polizei kann flüchtende Täter noch bis zur A2 verfolgen - Weitere Streife trifft später auf das Fluchtauto, aber Fahrer rammt das Polizeiauto weg

Täter fliehen mit Bargeld in unbekannter Höhe - Bereits im Januar versuchte Geldautomatensprengung bei Bankfiliale zwei Häuser weiter - Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen - Anwohner berichtet seine Eindrücke im O-Ton

Unbekannte sprengen Geldautomat in Peiner Fußgängerzone und flüchten. Es ist gegen 4:25 Uhr als zwei Explosionen die Anwohner aus dem Schlaf reißen. "Das fing erst mit einem normalen Böllerknall an, sag ich einmal. Kurze Zeit später ein richtiger lauter Knall, wie bei einer Explosion", erzählt einer von ihnen. "Ja, ich dachte schon, dass hier wieder jemand etwas gesprengt hätte. In der Commerzbank war ja vor einem halben Jahr genau das Gleiche", so sein erster Gedankengang, der sich dann auch bestätigt.

Die Polizei eilt sofort nach der Mitteilung zum Tatort in der Innenstadt und entdeckt auch noch ein davor stehendes Auto. Jedoch gibt der Fahrer Gas und flüchtet. "Zwei Autos sind dann da auch ganz schnell weggefahren, in richtig scharfem Tempo", berichtet der Anwohner. Irgendwann verlieren die Beamten das Fluchtfahrzeug nach der Auffahrt auf die A2 in Richtung Hannover aus den Augen. 

Ein weiterer Streifenwagen erkennt jedoch durch Zufall den Wagen aus der Fahndung wieder, als er im Abfahrtsbereich der Autobahn bei Bad Nenndorf steht. Die Beamten wollen die Personen im Fahrzeug stellen, aber der Fahrer gibt unvermittelt Gas und rammt das Polizeiauto weg. Die vermeintlichen Täter können wieder unerkannt flüchten.

Die Filiale der Deutschen Bank selbst ist massiv beschädigt. Glasscheiben sind zerborsten und ein Blick ins Innere zeigt nur noch Chaos. Aus diesem versuchen die ermittelnden Polizeibeamten nun ihre Rückschlüsse zu ziehen und Spuren zu finden, welche auf die Täter hinweisen. Diese konnten im Übrigen mit Bargeld in unbekannter Höhe flüchten.

Es ist nicht die erste Bank in der Peiner Fußgängerzone, die Opfer von Geldautomatensprengern wird. Am 15.01.2020 versuchten Unbekannte einen Geldautomaten der Commerzbank zu sprengen, die nur zwei Häuser von der Deutschen Bank entfernt ist. Jedoch mussten sie ohne Beute von Dannen ziehen. Ob ein Zusammenhang mit der Tat heute besteht ist noch nicht bekannt.


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